Fahrplanwechsel bringt Entlastung für Elterntaxis und soll zur Bewusstseinsbildung für das Benutzen von öffentlichen Verkehrsmitteln dienen

Im ländlichen Raum ist die Abhängigkeit vom Pkw immer noch stark ausgeprägt. Dies trifft auch auf die sogenannten „Eltern-Taxis“ vor Schulen oder am Bahnhof zu.
Es ist leider immer noch vielfach in den Köpfen verankert, dass es nicht sehr cool ist, mit öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. dem Schulbus zu fahren. Viele Elternteile haben natürlich Bedenken, dass ihrem Kind am Schulweg etwas passieren könnte. Heute gilt es als „Statussymbol“, wenn man die Kinder mit dem Auto in die Schule oder zum Bahnhof bringt. Dies sind natürlich alles berechtigte Gründe, denen wir aber entgegenwirken möchten.
Besorgte Eltern wiesen uns auf den zunehmenden Individualverkehr sowie die „Autoschlangen“ im Bereich Bahnhof Paternion-Feistritz, speziell nachmittags um 13.48 Uhr, hin. Die überfüllten Parkplätze in diesem Bereich stellen auch viele Gefahrenbereiche für Kinder dar.
Nach sorgfältiger Erhebung der Daten sowie Durchsicht der Fahrpläne wurden nun gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Kärnten, dem Kärnten Bus und dem Postbus Kärnten eine zusätzliche Busverbindung (Kurs: 5173/139) für die Schüler:innen nach der 6. Stunde aus Richtung Spittal kommend, mit Umsteigeverbindung im Ortszentrum, geschaffen. Weiters konnte mit dem Partner „Kärnten Bus“ auch ein fixer Kurs (5166/115), mit Zustieg im Ortszentrum, Richtung Pogöriach bis in die Kreuzen und retour erzielt werden.
Der neue Kurs (5173/139) vom Bahnhof Paternion-Feistritz nach Feistritz-Ortszentrum mit Anschluss in Richtung Feffernitz und Kellerberg (Kurs: 5171/227) fährt bis Bahnhof Villach weiter, sodass auch die Feistritzer und Feffernitzer Schüler:innen diese Verbindung nutzen können.
Im Zuge der Fahrplanadaptierung wurden auch die Fahrten zur bzw. über die Volksschule auf 3 Verbindungen an Schultagen verringert, um eine Verkehrsberuhigung im Bereich der Neusiedlung zu erzielen.
Der Kurs (5166/100) mit Start in der Kreuzen wurde am Morgen um 5 Min. vorverlegt, damit es bei winterlichen Fahrverhältnissen zu keinen Problemen kommt, um den Zuganschluss um 06.35 h nach Spittal/Drau zu erreichen.
Öffentliche Verkehrsmittel spielen eine enorm wichtige Rolle bei der Energiewende. Deshalb gilt es bereits frühzeitig damit anzufangen, Sicherheit und gute Bedingungen vorausgesetzt, damit die Schüler:innen diese auch in weiterer Folge als Erwachsene öfter nutzen.
Ein starker öffentlicher Verkehr verspricht auch hinsichtlich des Umweltschutzes und der Reduktion von CO2 langfristige Aspekte. Ein gut ausgebauter und attraktiver öffentlicher Verkehr ist also gleichbedeutend mit effektivem Klimaschutz.
Gute Erreichbarkeit steigert die Lebensqualität in nahezu allen Bereichen wie Wohnen, Arbeiten und Freizeitgestaltung. Unsere zusätzlichen öffentlichen Verkehrsangebote, wie zum Beispiel RUDI und E-Carsharing, können auf Dauer zum attraktiven „Zweitauto“ für alle Bevölkerungsgruppen werden.
Abschließend ist zu erwähnen, dass es auch für unsere Gemeinde weiterhin von größter Bedeutung ist, Strategien in Hinblick auf Mobilität zu entwickeln – da dies eines der zentralen Zukunftsthemen und Handlungsfelder ist, mit denen sich unser Lebensraum in puncto Mobilität und Bewegungsfreiheit weiter beleben lässt.
Wir hoffen, dass damit einige Schwachpunkte des bestehenden Fahrplanes verbessert wurden und Eltern bzw. Großeltern durch das zusätzliche Angebot entlastet werden und dass auch eine attraktive Alternative zum PKW geschaffen wurde, sowie das Bewusstsein für Klima und Umwelt dadurch verstärkt wird.
An dieser Stelle möchten wir uns nochmals recht herzlich bei Herrn Mag. Martin Bacher, Dipl.-Ing. Christian Heschtera und Herrn Hermann Zankl für die Kooperation und vor allem für die Umsetzung bedanken.